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    Sie sind hier: KLASSIKINFO1 / Opern- und Konzertkritiken2 / La Cage aux Folles an der Komischen Oper

    La Cage aux Folles an der Komischen Oper

    Opern- und Konzertkritiken

    Und ewig tanzen die Narren

    Barrie Kosky beschert Berlin wieder einen Käfig voller Narren

    Von Bernd Feuchtner

    (Berlin, 28. Januar 2023) Da stehen sie nun auf der Bühne einander gegenüber: Stefan Kurt als aktuelle Zaza der Komischen Oper und Helmut Baumann, die legendäre Zaza des Theaters des Westens, diesmal nun in der Rolle der Jacqueline. Der Saal explodiert vor Begeisterung. Schon am Eingang konnte man an den Gesichtern ablesen, dass mindestens ein Drittel der Besucher die alte Inszenierung kannte und nun gekommen ist, um sich erneut überwältigen zu lassen. Sie wurden nicht enttäuscht.

    Noch in der Intendanz von Götz Friedrich hatte Helmut Baumann als künstlerischer Direktor des TdW dort 1985 die deutsche Erstaufführung von „La Cage aux Folles“ inszeniert und darin auch Zaza gespielt. Die glamouröse und sowohl schauspielerisch als tänzerisch brillante Show war bis 1990 stets ausverkauft. Man wollte die tragikomische Demaskierung des Transvestiten Albin („Ich bin, was ich bin“) erleben, als der Baumann opernhafte Größe entwickelte. Vor bald vierzig Jahren hatte das Thema der Geschlechtergrenzen auch noch eine andere Brisanz. Ich erinnere mich, als ich mit meinem Freund 1982 den Film mit Michel Serrault und Ugo Tognazzi im Kino anschaute. Wir lachten oft an anderen Stellen als die Mehrheit im Saal: Wir lachten über uns, während die über uns lachten.

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    1. Februar 2023/von Robert Jungwirth
    Schlagworte: Komische Oper, Kosky
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