Missbrauchsvorwürfe gegen James Levine

Langjähriger Leiter der New Yorker Met soll mehrere Jungen missbraucht haben

Gegen den langjährigen musikalischen Direktor der New Yorker Met James Levine werden schwere Missbrauchsvorwürfe erhoben. Das meldet die New York Times. Levine soll 1968 und 1988 minderjährige Jungen sexuell bedrängt und missbraucht haben. Zwei Männer hätten sich jetzt diesbezüglich geäußert, heißt es. Die Met habe Levine, der bis 2016 Musikdirektor war, daraufhin von allen weiteren Auftritten in der Oper suspendiert.

Der Direktor des Opernhauses Peter Gelb habe eine Anwaltskanzlei mit Nachforschungen zu den Vorwürfen beauftragt. Dennoch habe man sich dazu entschieden, sofort zu handeln, so Gelb.  James Levine habe der Zeitung eine Stellungnahme bislang verweigert.

Verdächtigungen gegen Levine gab es schon länger, auch in seiner Zeit als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker von 1999 bis 2004 wurden sie laut, haben sich aber nicht konkretisiert. Offenbar ist erst jetzt im Zuge der aktuellen Missbrauchsenthüllungen um den US-Schauspieler Kevin Spacey die Bereitschaft der Opfer gewachsen, sich zu äußern und die Vorwürfe benennen.

4-12-2017

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