Das Syrian Expat Philharmonic Orchestra präsentiert Uraufführung in Vechta

,

Das Syrian Expat Philharmonic Orchestra wird am 11. März in Vechta (Heilig-Geist-Kirche, 17 Uhr) zusammen mit dem Vokalensemble Marienhain die Uraufführung der MISSA PRO PACE TERRAE in tempore fugae (Friedensmesse in Zeiten der Flucht) von Constantin Grun mit Texten von Navid Kermani sowie syrische Musik aufführen. Mit dabei sind herausragende deutsche und syrische Solisten, wie z.B. die in der arabischen Welt sehr populäre Sopranistin Rasha Rizk oder der Bariton Falko Hönisch.

Die Musiker des Syrian Expat Philharmonic Orchestra stammen aus Syrien und haben sich in Europa zu einem einzigartigen Klangkörper zusammengeschlossen.
Das Syrian Expat Philharmonic Orchestra (SEPO) ist das erste Sinfonieorchester professioneller syrischer Orchestermusikerinnen und -musiker, die in verschiedenen Ländern der EU in der Diaspora leben und sich als ein syrisches „Exil-Orchester“ zusammengeschlossen haben. Dieser besondere Klangkörper steht unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen Henning Scherf.
2015 in Deutschland vom Kontrabassisten Raed Jazbeh gegründet, ist dieser Klangkörper das erste syrische Exilorchester der Welt und hat sich seit seiner Gründung das Ziel gesetzt, ein Bild des kulturellen und musikalischen Reichtums Syriens jenseits von Flüchtlingsströmen und zerstörten Städten zu zeichnen und die Vision eines friedvollen Syriens als dessen Botschafter immer wieder „herbeizuspielen“.
SEPO will damit die mediengeprägt defizitäre Wahrnehmung des aktuell „syrischen“ Themas Krieg, Zerstörung und syrische Flüchtlinge aufbrechen und als „eine erweiterte Sichtweise die syrischen Flüchtlinge als starke und kreative neue Mitglieder unserer Gesellschaft zeigen, die viel zur Gemeinschaft beitragen wollen“.

Der Gründer des SEPO, der Kontrabassist Raed Jazbeh, wuchs in Aleppo auf, studierte Musik und Kunst in Damaskus und kam 2013 als Mitglied einer Orchestertournee nach Berlin, als Freunde ihm von der Wiedereinreise nach Syrien abrieten. Nachdem er im Flüchtlingsheim angekommen war, spielte er Kammermusik für Freunde und Gemeindezentren. Schon nach kurzer Zeit suchte er den Kontakt zu Freunden und Kollegen aus Syrien und fand diese in Deutschland und ganz Europa wieder.
Nach Auftritten im Konzerthaus Berlin und auf Konzertpodien wie der Elbphilharmonie in Hamburg, in Bern, Malmö, Brüssel, Athen u.a. kann das SEPO bereits jetzt als ein wichtiger Teil der vielfältigen europäischen Kulturszene betrachtet werden.

Termine:

Uraufführung

11.03.18, 17 Uhr, Heilig-Geist-Kirche Marienhain, Landwehrstraße 2, 49377 Vechta

Eröffnung der Internationalen Wochen gegen Rassismus

12.03.18, 19 Uhr, Katharinen-Kirche, An der Katharinen-Kirche 8, 49074 Osnabrück

Tickets erhältlich unter:

Vechta: buchvatterodt.de

Osnabrück: osnabrueck.de/tourismus/service/information-und-buchung.html

 

 


0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.