Viele Highlights beim Richard-Strauss-Festival 2017 – dem letzten unter der Leitung von Brigitte Fassbaender

Das Beste kommt zum Schluss: Mit einem fulminanten Programm und vielen Stargästen verabschiedet sich Ks. Brigitte Fassbaender 2017 als künstlerische Leiterin des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen.  
Mit dem Festival 2017, das in der Zeit vom 24.–30. Juni unter dem Motto "Von Held und Welt", vollendet sich der Zyklus der Tondichtungen mit Ein Heldenleben, der Symphonia Domestica und Strauss‘ Hommage an die majestätische Bergwelt seiner bayerischen Heimat, der Alpensinfonie.
Prominente Gäste wie Ks. Gundula Janowitz, Marlis Petersen, die zweifache ECHO-Preisträgerin Christiane Karg, Angelika Kirchschlager, Krassimira Stoyanova, Michelle Breedt, Juliane Banse, die Pianisten Bertrand Chamayou und Michael Schöch, der Ausnahmeklarinettist Daniel Ottensamer, Instrumentalisten der Sächsischen Staatskapelle, The King’s Singers und die Schauspielstars Udo Wachtveitl und Aenne Schwarz gestalten das Programm.
Die Ehrenplakette Richard Strauss wird im Rahmen der Eröffnungsfeier an Ks. Gundula Janowitz, wie die vor ihr ausgezeichneten Sängerinnen Christa Ludwig und Edita Gruberova eine herausragende Strauss-Interpretin, verliehen. Ihre Interpretation der „Vier letzten Lieder" ist in die Musikgeschichte eingegangen, ihre Arabella, Ariadne, Kaiserin und Marschallin sind unvergessen. Gundula Janowitz ist auch Gast beim Künstlergespräch mit Brigitte Fassbaender.
Die drei Orchesterkonzerte finden 2017 alle im Olympia-Eissportzentrum statt. Das erste Orchesterkonzert am 24. Juni ist gleich zum Festivalbeginn ein programmatischer und künstlerischer Höhepunkt. Die gefeierte Sopranistin Marlis Petersen und das Münchner Rundfunkorchester unter Dirigent Ulf Schirmer interpretieren Vier letzten Lieder in ihrer ursprünglichen symphonischen Fassung. Weiters stehen Ein Heldenleben und die Burleske für Klavier und Orchester mit dem jungen französischen Pianisten Bertrand Chamayou auf dem Programm.
Die Staatskapelle Weimar und ihr Dirigent Oleg Caetani widmen sich beim zweiten Orchesterkonzert am 27. Juni der „ Symphonia domestica", die wie Ein Heldenleben autobiographische Züge aufweist. Das Parergon – ein Auftragswerk für den einhändigen Pianisten Paul Wittgenstein – wird von der jungen georgischen Pianistin Mariam Batsashvili interpretiert. Juliane Banse ist mit „Drei Lieder der Ophelia" in der Bearbeitung von Aribert Reimann zu erleben.
Das Nationale Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter seinem Chefdirigenten Alexander Liebreich gestaltet nicht nur das dritte Orchesterkonzert am 30. Juni, bei dem es die letzte der Tondichtungen, die gewaltige „Alpensinfonie", spielt, sondern ist auch bei der Operngala am 29. Juni in der Alpspitzhalle zu hören. Krassimira Stoyanova, Michelle Breedt, Christina Landshamer und der Tenor Michael Weinius sind mit Ausschnitten aus dem "Rosenkavalier", „Ariadne auf Naxos" und „Die Liebe der Danae" zu erleben.
Christiane Karg interpretiert beim Liederabend am 25. Juni unter anderem die „Vier letzten Lieder" in der Klavierfassung. Dabei wird sie vom Pianisten Wolfram Rieger begleitet. Kammermusikalische Angebote sind die Kammermusik-Matinee mit den hervorragenden Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Matthias Wollong, Michael Horwath, Norbert Anger, Andreas Wylezol und Robert Oberaigner, die gemeinsam mit dem Pianisten Michael Schöch ein Programm mit Werken von Strauss und Pfitzner gestalten. Termin ist der 25. Juni. Am 28. Juni gibt es ein Kammerkonzert mit dem Klarinettisten Daniel Ottensamer und dem Pianisten Christoph Traxler. Die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die 2015 mit einem Liederabend beim Richard-Strauss-Festival zu Gast war, gibt in der Zeit vom 26. – 28. Juni einen Gesangs-Meisterkurs. Das Abschlusskonzert ist am 29. Juni.
Weiters gibt es am 26. Juni ein Konzert mit den King’s Singers und am 28. Juni das Klassik-Kabarett mit Bidla Buh. Mit der szenischen Lesung von Ronald Harwoods Stück "Kollaboration", das die moralische Verantwortung von Künstlern am Beispiel der Zusammenarbeit von Richard Strauss und Stefan Zweig thematisiert, erfüllt sich Brigitte Fassbaender einen langgehegten Programmwunsch. Für dieses Projekt konnte sie den als „Tatort"-Kommissar beliebten Schauspieler Udo Wachtveitl in der Rolle von Richard Strauss gewinnen. Henry Arnold als Stefan Zweig und Aenne Schwarz, die diese Rolle kürzlich in Maria Schraders ausgezeichnetem Film „Vor der Morgenröte" verkörperte, als Lotte Zweig runden die Starbesetzung ab. Brigitte Fassbaender selbst liest die Rolle der Pauline Strauss.
Für das jüngste Publikum gibt es wieder ein Workshop-Angebot sowie das von Brigitte Fassbaender moderierte Kinderkonzert, bei dem das Odeon Jugendsinfonieorchester München Prokofjews Klassiker „Peter und der Wolf" sowie Strauss‘ Orchestersuite zum „Bürger als Edelmann" spielen wird.
Kartenbestellungen sind ab sofort unter +49(0)8821-730 19 95 möglich, vom 18. November an können Tickets bei allen Vorverkaufsstellen erworben oder über MünchenTicket online gebucht werden.
Das komplette Programm unter: