Sechs deutsche Orchester erhalten Bundesförderung

Wie der Haushaltsausschuss des Bundestags gestern beschloss, soll die einzigartige deutsche Orchesterlandschaft angesichts stets wachsender internationaler Herausforderungen darin unterstützt werden, ihre künstlerische Qualität weiter zu steigern und ihre Organisationsstrukturen nach modernsten Maßstäben auszurichten. Ziel ist es, die geförderten Institutionen in den Stand zu versetzen, "langfristig Exzellentes zu leisten". Dafür stellt der Bund fünf Jahre lang jedem geförderten Orchester bis zu 900.000 Euro jährlich bereit.
Zu den vom „Programm Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ geförderten sechs Konzertorchestern zählen die Bochumer Symphoniker, die Jenaer Philharmonie, die Münchner Symphoniker, die Stuttgarter Philharmoniker, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz und die Symphoniker Hamburg. Die sechs Orchester, die sich zu den Exzellenzzielen des Projekts bekennen und in einem Arbeitskreis die Umsetzung koordinieren werden, wollen auch gemeinsam darauf hinwirken, Politik und Gesellschaft für die Bedeutung der deutschen Konzertorchester zu sensibilisieren.
Die deutsche Orchesterlandschaft steht auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit und gehört zum Kernbestand der deutschen Kulturlandschaft, um die Deutschland in der Welt beneidet wird. Allerdings haben es die reinen Konzertorchester im Vergleich zu Opernhäusern und Theaterorchestern mitunter schwerer, ihre unersetzliche Rolle öffentlich breit zu vertreten.
„Wir sind voll freudiger Überraschung über die Nachricht, unter den sechs Orchestern zu sein, welche die neue Förderung des Bundes erhalten. Es ist schön, dass die langjährige Arbeit der Münchner Symphoniker an der Qualität und den Strukturen des Orchesters wahrgenommen und auf diese Weise honoriert wird“, so Annette Josef, Intendantin der Münchner Symphoniker, und Harald Strötgen, Vorsitzender des Vereinsvorstandes. „Wir danken den haushaltspolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen, insbesondere den Hamburger Abgeordneten Rüdiger Kruse und Johannes Kahrs, für die Weitsicht und Unterstützung. Die zusätzlichen Mittel geben uns die Möglichkeit, lang gehegte und neue Ideen umzusetzen. Wir spüren die uns übertragene Verantwortung, mit den Mitteln sinnvoll und nachhaltig im Sinne einer vielfältigen, innovativen deutschen Konzertlandschaft umzugehen. Wir freuen uns, mit den Kollegen der anderen Orchester konstruktiv programmatisch zusammenzuarbeiten.“
11-11-2016

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.