Die meistgespielte Oper in Deutschland ist die Zauberflöte
Die Werkstatistik 2023/24: Zahl der Zuschauer:innen übersteigt 20 Millionen-Marke
(9. Juli 2026) Die neue Ausgabe der Werkstatistik »Wer spielte was?« für die Spielzeit 2023/24 des Deutschen Bühnenvereins ist
erschienen. Sie ist erstmals kostenlos erhältlich, als PDF/Download auf der Seite des Deutschen Bühnenvereins.
Die Zahl der Zuschauer:innen in Deutschland hat die 20 Millionen-Marke erreicht und ist damit verglichen mit der vorangegangenen Spielzeit um 1,5 Millionen Menschen gestiegen. Zusammen mit Österreich und der Schweiz haben rund 25 Millionen Besucher:innen in den neun aufgeführten Genres die Theater besucht. Über das Jahr gerechnet ergeben sich daraus alleine für Deutschland durchschnittlich mehr als 55.000 Theaterbesuche pro Tag. Diese Zahl belegt eindrucksvoll die immense Bedeutung des Theaters für Freizeitgestaltung und Kunstgenuss in diesen Ländern.
Der deutliche Anstieg der Besuchszahlen ist umso bemerkenswerter, als die Anzahl der Inszenierungen und Aufführungen in Deutschland im Vergleich zur vorangegangenen Spielzeit fast gleich geblieben ist. Auch wenn die Besuchszahlen damit noch unter denen der Vor-Corona-Zeit liegen, zeigt sich, dass die Erholung nach der Pandemie zu Beginn des Jahrzehnts
weiter anhält. Damals war die Zahl der Inszenierungen und Aufführungen allerdings auch deutlich höher. Die Besuchszahlen
erreichen laut der neuen Werkstatistik 88 Prozent von denen der Saison 2018/19, die Aufführungszahlen liegen bei 91 Prozent gegenüber der letzten Vor-Corona-Saison.
Der Anteil von Tanz sowie Kinder- und Jugendtheater am Gesamtrepertoire ist weiter gestiegen – sowohl bei den
Aufführungs- wie auch bei den Besuchszahlen. Hier erreichen Kinder- und Jugendtheater mittlerweile 20 Prozent aller
Zuschauer:innen in Deutschland (4 Millionen Menschen), Ballett und Tanz liegen nun bei 12 Prozent aller Zuschauer:innen (2,4 Millionen Menschen). Größte Sparte bleibt das Schauspiel mit 32 Prozent der Besuche (6,5 Millionen Menschen), ins Musiktheater (Oper, Operette und Musical) gingen 27 Prozent aller Zuschauer:innen (5,5 Millionen Menschen).
Der meistgespielte Dramatiker bleibt William Shakespeare. In der Oper liegt nach wie vor Wolfgang Amadeus Mozart vorne. Doch schrumpft bei beiden Klassikern der jahrzehntelange Vorsprung auf die »Nachfolgenden«. Während Shakespeare mit 83
Inszenierungen 12 weniger verzeichnet als eine Spielzeit zuvor, sind es bei dem ihm nachfolgenden Georg Büchner mit 52
Inszenierungen 19 mehr. Unter den zehn in Deutschland meistgespielten Schauspielautor:innen der Spielzeit befinden sich
nun immerhin sechs Zeitgenoss:innen, während in der Oper nach wie vor neue Werke keine große Rolle spielen – nur etwa 10 % machen die Besucher von zeitgenössischen Werken aus, darunter an erster Stelle in Deutschland Septembersonate von Trojahn und in allen drei Ländern Le Fin de Partie von Kurtag.
Die meistgespielte Oper ist die Zauberflöte gefolgt von Hänsel und Gretel. Danach folgen La Traviata, Carmen und La Boheme. Die meistgespielte Wagner-Oper ist der Fliegende Holländer, die meistgespielte Strauss-Oper ist Der Rosenkavalier.
Die Werkstatistik basiert auf den Daten, die 438 professionelle Theater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz übermittelt haben. Die redaktionelle Betreuung liegt beim Theatermagazin DIE DEUTSCHEN BÜHNE.
Die neue Ausgabe der Werkstatistik »Wer spielte was?« für die Spielzeit 2024/25 des Deutschen Bühnenvereins ist heute erschienen. Sie ist kostenlos als PDF-Download auf der Webseite des Deutschen Bühnenvereins erhältlich.




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