Denkpause beendet – München bekommt einen neuen Konzertsaal
Denkpause beendet – München bekommt einen neuen Konzertsaal
(München, 11. Juni 2024) Die von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor zwei Jahren verordnete Denkpause ist nun endlich beendet, München bekommt seinen neuen Konzertsaal. Das gab heute Bayerns Kunstminister Markus Blume bei einer Kulturpressekonferenz in Anwesenheit des Ministerpräsidenten bekannt. Man habe sich darauf verständigt, einen „re-diminensionierten“ Saal im Münchner Werksviertel zu errichten, der deutlich günstiger werde als der bisherige Entwurf. Der hätte Baukosten von etwa 1,3 Milliarden Euro verursacht, das wolle man deutlich unterbieten und im Millionenbereich bleiben, so Blume. Etwa die Hälfte an Baukosten sei anvisiert.
An den Kosten sollen sich auch private Geldgeber und Investoren beteiligen – neben dem BR – da der Saal auch eine kommerzielle Nutzung haben wird. Deshalb wird eine Projektgesellschaft gegründet, die dann einen „Totalunternehmer“ beauftragen soll, der das Konzerthaus aus einer Hand in einem sicheren Kostenrahmen realisiert. Abgespeckt werde an der äußeren Größe und der Erscheinungsform, nicht an der Qualität des Saals für 1900 Besucher. Dafür muss ein neuer Entwurf ausgewählt werden. Dazu gebe es auch eine neue Ausschreibung.
Trotz dieser neuen Planung soll das Projekt jetzt zügig umgesetzt werden, da man viele Erkenntnisse aus den bisherigen Planungen übernehmen könne, so Blume. Mit einer Eröffnung rechnet Blume Mitte der 30er Jahre.
Ferner verkündete Blume eine Kulturinitiative der Staatsregierung mit der mehr kulturelle Teilhabe aller Menschen im Freistaat ermöglicht werden soll. Auch soll es Museumsverbünde geben, die „ihre Schätze“ noch besser zugänglich und bekannter machen sollen. Kultur soll kein Elitenprojekt sein, so Blume. Dafür werde Bayern erstmals die Milliardengrenze bei der Kulturförderung knacken. Auch ein Bayerischer Kunstpreis werde eingeführt, der die bisherigen Einzelpreise bündeln soll.


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