Der Musikpublizist Heinz-Klaus Metzger ist gestorben

Der Musikpublizist Heinz-Klaus Metzger, Mitbegründer der Reihe «Musik-Konzepte» und massgebliche Stimme der Neuen Musik in Deutschland, ist im Alter von 77 Jahren an einem Nierenlieden gestorben.
Metzger, 1932 in Konstanz geboren, studierte zunächst Klavier in Freiburg, dann Komposition bei dem Schönberg-Schüler Max Deutsch in Paris. Wichtig waren auch Begegnungen mit Edgar Varèse, Ernst Křenek, Theodor W. Adorno, Eduard Steuermann, Stefan Wolpe, Luigi Nono und Karlheinz Stockhausen bei den Darmstädter Ferienkursen. Mehr als die praktische Ausübung von Musik interessierte sich Metzger für die Musikpublizistik. Er arbeitete als Musikkritiker für die "Weltwoche", 1977 begann er zusammen mit Rainer Riehn die Herausgabe der legendären Musikkonzepte bei der Münchner edition text + kritik.
Metzger wurde zu einem der gewichtigsten Theoretiker der seriellen Musik, aber auch einem Fürsprecher für John Cage und der Anarchie in der Musik.
Als Chefdramaturgen der Oper Frankfurt am Main initiierten Metzger und Riehn den Kompositionsauftrag für John Cages Opern "Europeras 1 & 2".
Gesammelte Schriften von Heinz-Klaus Metzger sind 1980 im Suhrkamp Verlag erschienen: "Musik wozu. Literatur zu Noten", herausgegeben von Rainer Riehn.

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