Die Walküre als Oper für alle in München
Als Opern-Open-Air war Wagners „Walküre“ in der Neuinszenierung der Bayerischen Staatsoper live per Videoübertragung auf dem Opernplatz vor dem Münchner Nationaltheater zu erleben – musikalisch beeindruckend, szenisch fragwürdig
(München, 4. Juli 2026) Am Samstag, 4. Juli, haben die Bayerische Staatsoper und BMW wie jedes Jahr in München zur „Oper für alle“ eingeladen. Auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper konnten die Besucher Wagners „Walküre“ in der Neuinszenierung von Tobias Kratzer und unter der musikalischen Leitung von GMD Vladimir Jurowski als Live-Übertragung aus dem Nationaltheater erleben. Der Eintritt war wie immer kostenfrei.
Nicholas Brownlee war in der Partie des Wotan zu hören, Joachim Bäckström in der Partie des Siegmund. Miina-Liisa Värelä sang die Walküre Brünnhilde. Irene Roberts war als Sieglinde, Ain Anger als Hunding zu erleben. Sängerisch wurden großartige Leistungen geboten, auch Jurowski begeisterte mit seiner straffen und zugespitzten Deutung von Wagners zweitem Teil seiner Tetralogie. Szenisch allerdings ist diese Inszenierung über weite Strecken alles andere als gelungen zu nennen. Kratzer hat sich auf die Nacherzählung der Familiengenealogie der Wotans verlegt und dabei zwar einige interessante Aspekte herausgestellt, aber sonst keine Deutungsidee entwickelt. Optisch bleibt die Inszenierung mit einem hässlichen Spießerhaus im Wald (Hundings Hütte) und einer Innenansicht des Nationaltheaters für den Walkürenfelsen äußerst dürftig. Und dass Wotan und die Walküren mit ihren Flügel-Helmen so aussehen wie weiland bei der Uraufführung 1876 in Bayreuth ist auch nicht wirklich ein Gewinn für die aktuelle Wagner-Interpretation. Alberne und zum Teil dämliche Gags ersetzen tiefergehende Ideen. Das ist deutlich zu wenig für so ein Haus, ja für jedes Opernhaus.
Das Ensemble wurde dennoch nicht nur auf der Bühne im Nationaltheater gefeiert, sondern präsentiert sich auch auf den Stufen des Nationaltheaters für die Zuschauer auf dem Max-Joseph-Platz. Im Pausenprogramm gab es Einblicke auf die Hinterbühne der Staatsoper, sowie Gespräche mit Mitwirkenden.
„Zur 30. Ausgabe von „Oper für alle“ wurde München erneut zu einem Ort, an dem Kultur Menschen begeistert. Tausende sind zusammengekommen, um Wagners „Die Walküre“ unter freiem Himmel zu erleben. Solche Momente zeigen, welche Kraft Kultur hat: Sie bewegt und verbindet. Dieses Jubiläum ist für uns Anlass zur Freude – und zugleich Ansporn, diese besondere Initiative als globaler Partner der Bayerischen Staatsoper auch in Zukunft weiter zu gestalten“, so Ilka Horstmeier, Mitglied des Vorstands der BMW AG.
Das Bayerische Staatsorchester ist zudem im Rahmen des „Oper für alle – BMW Classics Konzerts“ am Mittwoch, dem 16. September 2026, zu Gast im BMW Park, einer der Spielstätten des FC Bayern Basketball. Antonino Fogliani dirigiert, es singen Diana Damrau und Benjamin Bernheim. Das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts tanzt Choreographien von Edward Clug und Marius Petipa. Dank des Sponsorings durch BMW und der HypoVereinsbank/UniCredit ist auch in diesem Jahr der Eintritt kostenlos. Die Kartenvergabe beginnt am Donnerstag, 16. Juli 2026.
Seit einem halben Jahrhundert hat das kulturelle Engagement der BMW Group weltweit Bestand. Seit über 25 Jahren ist BMW Partner von „Oper für alle“ während der Münchner Opernfestspiele und seit der Intendanz unter Staatsintendant Serge Dorny auch über die Grenzen Münchens hinaus – mit dem Oper für alle-Konzert. Seit der Spielzeit 2021–22 ist BMW Global Partner der Bayerischen Staatsoper und möchte bei „Oper für alle“ die Exzellenz des Hauses allen zugänglich machen und so die Hemmschwelle vor der Hochkultur nehmen.



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