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    Romeo Castellucci über seine Arbeit an Saint François d’Assise in Salzburg

    Allgemein, News

    Der Regisseur Romeo Castellucci inszeniert in diesem Sommer die Messiaen-Oper „Saint François d’Assise“. Er zeigt sich begeistert von dem Werk  – vergißt aber auch nicht dem bisherigen Intendanten Markus Hinterhäuser zu danken

    (Salzburg, 23. Juni 2026) „Es ist ein Abenteuer“, beschreibt Regisseur Romeo Castellucci den Entstehungsprozess der Neuinszenierung von „Saint François d’Assise“. „Ich bin sehr glücklich, dieses Abenteuer zu teilen.“

    Die einzige Oper von Olivier Messiaen gilt als sein Opus magnum und spiegelt seine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Glauben, mit der Figur des Franz von Assisi und dem Gesang der Vögel wider. Zehn Jahre arbeitete er an der Komposition, die er für seine letzte hielt und die sich in 2500 Seiten Partitur niederschlägt, wie der Dirigent Maxime Pascal erzählt. „Man merkt, dass er uns hier ein Vermächtnis hinterlassen wollte.“ 1983 feierte die Oper ihre Uraufführung in Paris. Im Todesjahr des Komponisten, 1992, wurde Saint François d’Assise in Salzburg aufgeführt, damals unter der musikalischen Leitung von Esa-Pekka Salonen und in einer Inszenierung von Peter Sellars.

    Die Salzburger Neuinszenierung dieses Sommers hat am 4. August 2026 Premiere und fällt damit ins 800. Todesjahr von Franz von Assisi.

Romeo Castellucci dankt Karin Bergmann für die herzliche Aufnahme und dass sie die Leitung der Festspiele übernommen hat. Und Castellucci ergänzt: „Wir sind hier aufgrund von Markus Hinterhäuser. Es ist seiner Imagination und seiner künstlerischen Vision zu verdanken. Er war und ist ein wunderbarer Weggefährte, das sage ich als Mensch und als Künstler. Wir haben praktisch jeden Gedanken miteinander geteilt. Die Produktion ist vielleicht ein bisschen verwaist, weil er nicht mehr da ist.“ Maxime Pascal schließt seinen Dank an Markus Hinterhäuser für die Einladung zu seinem dritten Operndirigat in Salzburg an.

„Eine revolutionäre Idee“

In seiner Inszenierung nimmt Castellucci vor allem den Menschen Franziskus in den Blick: „Er wollte das Evangelium leben und dem Beispiel Jesu folgen“, wie er es etwa mit der Berührung von Aussätzigen tat – eine „revolutionäre“ Geste, meint Castellucci, „ein Bruch mit den gesellschaftlichen Normen von damals, Anarchie sozusagen“.
    „Die Felsenreitschule ist ein Raum, den ich liebe“, sagt Romeo Castellucci, der am selben Ort 2018 die Salome inszenierte. „Sie ist kein herkömmliches Theater. Außerdem erinnert die Felsen-Kulisse an den Berg La Verna, auf dem Franziskus die Stigmata, die Wundmale Christi, empfing.“

    23. Juni 2026/0 Kommentare/von Robert Jungwirth
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