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    Ein audio-visuelles Konzert in der Münchner Pinakothek der Moderne

    Allgemein

    Unter dem Titel MENSCH – RAUM – KLANG – MODERNE veranstaltet das Hono Quartet Tokio und das Henschel & Friends Ensemble München am 13.12. um 19.30 Uhr ein audio-visuelles Livekonzert in der Pinakothek der Moderne. Zusammen mit der Künstlerin Mechthild Ackermann sollen Musik und bildende Kunst in einen Dialog treten. Dabei treffen asiatische und europäische Kulturen aufeinander. Die Musik, Streichquartette und ein Oktett, bieten eine Mischung aus japanischer, britischer und europäischer Musiktradition und ihrer gegenseitigen Beeinflussung. Das Publikum ist eingeladen die Perspektive auf Musik, Raum und Kunst immer wieder neu zu entdecken.

    Eine Reise durch Ost und West

    Misato Mochizuki – „Boids again“

    Misato Mochizuki, eine japanische Komponistin. Mit „Boids again“ schafft sie eine pulsierende Klangwelt, die auf die lebendigen Dynamiken der Natur verweist. Das Werk erinnert an das Schwarmverhalten von Vögeln und entwirft in faszinierenden Klangschichten ein organisches Zusammenspiel – eine akustische Reflexion asiatischer Naturverbundenheit und Harmonie.
    Joe Hisaishi – String Quartet Nr. 1, 4. Satz

    Der vielfach ausgezeichnete Joe Hisaishi, international gefeiert für seine Filmmusiken, verwebt in seinem String Quartet Nr. 1 westliche und traditionelle japanische Elemente. Der letzte Satz des Quartetts verbindet feinfühlige Melodien und eine zarte Harmonik, die dem Werk eine Tiefe und Sanftheit verleiht – eine Hommage an japanische Schönheit und Vergänglichkeit.

    Freda Swain – Streichquartett Nr. 1 „Norfolk“

    Die britische Komponistin Freda Swain entführt das Publikum in die Weiten Norfolks. Ihr erstes Streichquartett ist eine Klangpoesie, die die Natur und Kultur ihrer Heimat widerspiegelt und mit ihrer klaren, melodischen Sprache die Faszination der Landschaft feiert.

    Felix Mendelssohn-Bartholdy – Oktett op. 20

    Das Oktett Mendelssohns vereint die beiden Quartette. Es verbindet virtuose Spielfreude mit jugendlicher Ausdruckskraft.

    Seidenmalerei in Japan – Vergänglichkeit und Tiefe

    Die japanische Seidenmalerei ist geprägt von sanfter Farbgebung, detaillierter Linienführung und einer tiefen Spiritualität. Die Technik, die eine präzise Kontrolle von Pinselstrichen erfordert, hat Wurzeln in der Zen-Philosophie und stellt oft Naturmotive in den Vordergrund. Diese Kunsttradition thematisiert die Vergänglichkeit und Schönheit des Augenblicks – Konzepte, die auch in Mechthild Ackermanns Bildern mitschwingen. Die großflächige Arbeit verbindet den zarten Charakter der Seide mit der klaren, fließenden Ästhetik der Kalligrafie und führt die Besucher auf eine meditative Reise.
    Ackermanns Werk bildet dabei nicht nur einen Hintergrund für die Musik, sondern schafft eine immersive Umgebung, in der die Grenzen zwischen Kunst und Musik, Ost und West verwischen. Ihre Kohlestriche – zart wie erste Gedanken auf Seide.

    The String Quartet as a part of The Asian Sphere of Arts
    Fr. 13.12.2024, 19.30 Uhr | Pinakothek der Moderne
    Audio-visuelles Livekonzert in der Pinakothek der Moderne an verschiedenen Bühnen
    Musik und Kunstinstallation: HONO QUARTET Tokio und HENSCHEL & FRIENDS ENSEMBLE München | Installationen: Mechthild Ackermann

    1. Dezember 2024/0 Kommentare/von Robert Jungwirth
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