Wird das Münchens neuer Konzertsaal?

Beim Wettbewerb um den Neubau eines neuen Konzertsaals in München gewinnt der Entwurf eines Büros aus Bregenz

Das Bregenzer Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur hat den Wettbewerb um den neuen Münchner Konzertssal im sogenannten Werksviertel hinter dem Ostbahnhof gewonnen. Der Entwurf sieht einen gläsernen Würfel vor, in dem zwei Konzertsäle eingelassen sind, einmal für 1800, einmal für 600 Zuhörer. Daneben wird es Probenräume und Räume für Gastronomie geben. Der Jury-Vorsitzende Arno Lederer lobte den Entwurf als „noblen Ruhepunkt“ im heterogenen Werksviertel, „zurückhaltend und ausdrucksstark zugleich“.

Den Wettbewerb veranstaltete das Land Bayern, das den auf 150 bis 300 Millionen Euro veranschlagten Neubau auch bezahlen wird. Er soll dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Münchner Musikhochschule sowie Gastorchestern und Ensembles als Auftrittsort dienen. Baubeginn soll kommendes Jahr sein. Nun wird noch ein zweiter Wettbewerb um die akustische Gestaltung ausgeschrieben werden.
Das eher kleine österreichische Architekturbüro schlug mit seinem luftigen und luziden Entwurf Konkurrenten wie David Chipperfield oder Herzog und DeMeuron aus dem Feld.

Foto: Cukrowicz Nachbaur Architekten

Wie das Haus organisiert und bespielt wird, darum wird aktuell noch gestritten. Bayern, das keine Intendanz möchte, hat aber eingesehen, dass eine Hülle ohne programmatische Kontur nicht viel Sinn ergibt. Man wolle nun einen profilgebenden Geschäftsführer, heißt es.

Alle prämierten Entwürfe kann man sich vom 29. Oktober bis zum 26.November täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr in der Whitebox in der, Atelierstr. 18 ansehen.

28-10-2017


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