Wagner Buecher

Wagner und kein Ende…

Walter Hansen: „Richard Wagner – Sein Leben in Bildern“

Unterhaltsam und einfühlsam führt Walter Hansen mit diesem „durchkomponierten“ Bildband durch Richard Wagners abenteuerliches Leben.
Aus rund 180 Abbildungen und Fotos entsteht ein ganzes Wagner-Panoptikum: von szenischen Bühnenbildern über Theaterzettel, Handschriften und Partituren bis hin zu bedeutsamen Schauplätzen und Porträts der Freunde, Feinde, Förderer, Künstler, Gefährtinnen und Geliebten.
Eingestreut sind erzählerische Texte, die sich auf die wesentlichen biographischen Informationen beschränken, zugleich aber Wagners Werken und seiner kulturhistorischen Bedeutung gerecht werden.
DTV, 19,50 Euro

Sven-Eric Bechtolf: „Vorabend“

„Vorabend“ ist eine ungewöhnliche Nacherzählung und eine neue Deutung von Wagners „Ring“, vor allem vom „Rheingold“.
Sven-Eric Bechtolfs literarisches Debüt entstand während er sich als Regisseur an der Wiener Staatsoper intensiv mit Wagners Ring auseinandergesetzt hat.
Er reagiert auf das musikalische Kunstwerk mit einem sprachlichen. Eines, das ähnlich vielschichtig ist wie die Oper selbst: Er stellt philosophische, religiöse, politische, jedenfalls immer zutiefst menschliche Fragen zum Werk und seinem Komponisten.

Vor allem aber nimmt Sven-Eric Bechtolf das größte Werk der Operngeschichte gnadenlos persönlich und verknüpft es mit seiner Autobiografie.
Bechtolf erzählt dabei die skurrile Geschichte seiner Ahnen sowie die seiner Kindheit und Jugend in Norddeutschland und gibt auch Einblicke in seine Arbeit als Schauspieler und Regisseur an den wichtigsten Theatern des deutschen Sprachraums.
Haymon Verlag, 17,90 Euro

Jonathan Carr: „Der Wagner-Clan – Geschichte einer deutschen Familie“

Die erste umfassende Biografie der Familie Wagner, beginnend mit Richard Wagners Geburt 1813 und endend mit der bevorstehenden Entscheidung über Wolfgang Wagners Nachfolge in Bayreuth. An kaum einer deutschen Familie kann man so kontinuierlich und so spektakulär die Zeitgeschichte ablesen. Seit über einem Jahrhundert und von zwei Weltkriegen, der Nazidiktatur und der Besatzungszeit ungebrochen, herrschen die Wagners über die Bayreuther Festspiele. Viele der größten und der gespenstischsten Gestalten aus Kunst und Politik hatten sie zu Gast. Und sie bekämpfen einander wie die Recken in den Musikdramen, die sie in Szene setzen.

In Carrs Biographie erscheint aber auch einiges in neuem Licht. So wurde die Bedeutung von Houston Stewart Chamberlain bisher weitestgehend übersehen. Ausgewogen schreibt Jonathan Carr über den Antisemitismus einzelner Familienmitglieder und die Nähe der Familie zu Hitler. Er hat dafür ausführliche Gespräche mit den Familienmitgliedern geführt und Archive ausgewertet.
Verlag Hoffmann & Campe, 25 Euro

Eva Martina Hanke: „Wagner in Zürich – Individuum und Lebenswelt“

Die Züricher Exiljahre (1849 – 1858) brachten für Richard Wagner eine grundsätzliche Neuorientierung. Deutlich zeigen sich dabei die Wechselwirkungen mit der Lebenswelt, denen Eva Martina Hanke in ihrer Monographie nachspürt.
Während der Züricher Jahre dirigierte Wagner, verfasste kunsttheoretische Schriften, er dichtete und komponierte Musikdramen, allen voran den „Ring des Nibelungen“. Im Mai 1853 entstand erstmals seine Idee von Festspielen mit eigenen Werken. Es wurde gleichsam zu einem Versuchsfeld, auf dem vorhandene Konzepte ausreifen, neue entstehen und umgesetzt werden konnten.

Eva Martina Hanke dokumentiert und illustriert anhand zahlreicher Quellen Wagners Leben und Schaffen in der sozialen, politischen, kulturellen und geistigen Atmosphäre der Limmatstadt und leuchtet damit zugleich auch ein bedeutendes Kapitel der Züricher Kulturgeschichte neu aus.
Bärenreiter Verlag, 39,95 Euro

Oswald Georg Bauer:
„Josef Hoffmann: Die Bühnenbilder der ersten Bayreuther Festspiele“

130 Jahre lang galten sie als verschollen: die Bühnenbilder der ersten Bayreuther Festspiele. Wiedergefunden hat sie der Autor Oswald Georg Bauer und seinen historisch bedeutenden wie sensationellen Fund hat er nun in einer bebilderten Biografie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 21 Ölbilder des Bühnenbildners Josef Hoffmann werden hier erstmals vollständig publiziert. Der Band ist die erste Monografie über Josef Hoffmann, von dem bisher nur kurze biografische Notizen bekannt waren.

Als historischer Landschaftsmaler war er einer der gefragtesten Künstler des Wiener Historismus. Sein begründeter Ruhm in der Theaterwelt veranlasste Richard Wagner, ihn mit den Bühnenbildern zum „Ring des Nibelungen“ zu beauftragen, mit dem 1876 die ersten Bayreuther Festspiele eröffnet wurden. Bisher waren davon nur Schwarzweißfotos bekannt. Oswald Georg Bauer leistet mit seinem Fund einen großen Beitrag zur Geschichte der Bayreuther Festspiele. Deutscher Kunstverlag, 24,90 Euro

Hörbuch: „Wagner vs. Rossini: Paris 1869 – Das Gespräch mit Konrad Beikirchner“

Musikgeschichte als Hörbuch wie sie lebendiger nicht erzählt werden könnte:
Paris, März 1860: Richard Wagner besucht den italienischen Komponisten Gioacchino Rossini und zwei grundsätzlich verschiedene Opernwelten prallen aufeinander. Rossini als Vertreter der klassischen Oper mit Arien, Ensembles und Finali, und Wagner, der die Idee des Gesamtkunstwerks favorisiert. Die beiden Komponisten unterhalten sich circa eine Stunde lang über die Welt der Oper, mit Witz und Humor. Ein köstliches und streckenweise auch hochspannendes Gespräch.
Von Rossinis Privatsekretär wurde es protokolliert und von Leska und Konrad
Beikircher für unsere heutige Zeit neu übersetzt.
Roof Music, 19,95 Euro

Manfred Frank: „Mythendämmerung – Richard Wagner im frühromantischen Kontext“

Zwei wichtige Anregungen aus der Frühromantik hat Richard Wagner in seinen theoretischen Schriften und in seiner musikalischen Technik nicht nur aufgegriffen, sondern verarbeitet: die Idee einer „Neuen Mythologie“ und die kompositorische  Verfahrensweise der „totalen Durchführung“.
Manfred Frank, ein Kenner der frühromantischen Literatur und Philosophie, geht diesen Einflüssen in Wagners Werken nach.
Verlag Wilhelm Fink, 24,90 Euro

Yvonne Nilges: „Richard Wagners Shakespeare“

Shakespeare war einer der wenigen Künstler die Wagner vorbehaltlos verehrte und dessen Werke ihn seit seiner Kindheit beeinflusst haben. Yvonne Nilges Dissertation untersucht Wagners verschiedene Schaffensperioden auf die Zusammenhänge und Verbindungen zu Shakespeares Werken und der attischen Tragödie. Beides bildet eine wichtige Grundlage für das Wagnersche Musiktheater.
Zu Beginn befasst sich Yvonne Nilges mit Wagners erstem erhaltenen Werk „Leubald“, einer Kompilation von nicht weniger als neun verschiedenen Shakespeare-Dramen. Zehn Jahre später wird aus Shakespeares „Maß für Maß“ ein vom Jungen Deutschland inspiriertes, sinnenfrohes „Übermaß“ in Wagners zweiter vollendeten Oper „Das Liebesverbot“. Das dritte Kapitel ist der Wagnerschen Ästhetik und dem Shakespeare-Bild in Wagners theoretischen Schriften gewidmet, während das vierte „Die Meistersinger“ als wiedergeborene Shakespearesche Komödie des „Sommernachtstraums“ nachzeichnet. Der Schluss gilt den „heiteren“ Shakespeare-Betrachtungen des späten und des „letzten“ Wagner: Shakespeare und kein Ende in den Cosima-Tagebüchern.
Könighausen & Neumann, 24,80 Euro

Matthias Nöther: „Als Bürger leben, als Halbgott sprechen. Melodram, Deklamation und Sprechgesang im wilhelminischen Reich“

Matthias Nöther zeichnet in seiner Dissertation die kulturgeschichtlichen Verbindungen zwischen Melodram, Hoftheaterpathos und Bayreuther Sprechgesang in der wilhelminischer Zeit nach. Rhetorik und Sprachmusik des deutschen Bürgertums um 1900 waren, so wird deutlich, nicht unerheblich an der Entstehung der europäischen Katastrophe von 1914 beteiligt.
Mit CD. Böhlau Verlag, 42,90 Euro

Hrsg. von Robert Sollich u.a.
„Angst vor der Zerstörung: Der Meister der Künste zwischen Archiv und Erneuerung“

Die Angst vor der Zerstörung ist in der Oper so weit verbreitet wie in kaum einem anderen Bereich der zeitgenössischen Künste. Spätestens seit dem Aufkommen des so genannten Regietheaters in den 1970er Jahren tobt hier ein Dauerkonflikt zwischen Bewahrern und Erneuerern.
Der vorliegende Band, der aus einem Symposion anlässlich der „Meistersinger“-Premiere 2007 bei den Bayreuther Festspielen hervorgegangen ist, untersucht, warum bis heute die Interpretationen der Wagner Opern so symptomatisch für diesen Konflikt sind.
Analysiert wird das Spannungsfeld von ästhetischer Konvention und Innovation, sowie die Frage nach dem Umgang mit dem Überlieferten zwischen Archiv und Erneuerung.
Verlag Theater der Zeit, 14,00 Euro

Peter Steinacker: „Richard Wagner und die Religion“

In den vielen Opern Wagners sind religiöse Motive ein zentraler Bestandteil.
Die „Weihfestspiele“ in Bayreuth hatten von Anfang an einen sakralen Charakter und die Vielzahl der verwendeten religiösen Verweise in Text und Musik ist bekannt.
Bisher wurde aber noch keine theologische Deutung der Werke Wagners versucht. Diese stellt der Theologe, Philosoph und Kirchenpolitiker Peter Steinacker nun vor. Seine pointierte Deutung legt einen wichtigen Kern im Denken und Schaffen Wagners frei. Theologische, literaturgeschichtliche, musikalische und historische Analysen verbinden sich zu einem faszinierenden Gesamtbild. Dabei wirft Steinacker Fragen auf, die sich damit befassen, ob Wagner Christ war, oder ob er eine eigene, neue Religion schaffen wollte.
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 29,90 Euro

Hans Hübner: „Erlösung bei Richard Wagner und im Neuen Testament“

Auch Hans Hübner spürt dem theologischen Gehalt der Werke Wagners nach, insbesondere der Thematik der Erlösung. Welchen Bezug hatte Wagner zum christlichen Erlösungsgedanken? Obwohl er kein genuin christlicher Denker war, gelangte Wagner denkend in die Nähe der christlichen Heilslehre. Dies wurde oft diskutiert, doch fehlte bisher eine chronologische und systematische Darstellung von Wagners christlicher Weltanschauung. Genau diese legt Hans Hübner in seinem Buch nun vor. In diesem  Zusammenhang untersucht er vor allem Wagners „Mitteilung an meine Freunde“ sowie wichtige Musikdramen.
Neukirchner Verlag, 15,40 Euro

Stefan Lorenz Sorgner u.a. Hrsg.: „Wagner und Nietzsche. Kultur-Werk-Wirkung“

Wagner und Nietzsche. Die „Sternen-Freundschaft“ wird in diesem Handbuch neu beleuchtet. Systematisch werden nach einer einführenden Biographie die für beide Geistesgrößen zentralen Themen in 30 Beiträgen dargelegt: im Blick auf Kulturen und Religionen, auf geisteswissenschaftliche und biologische Themen und auf Personen wie z.B. Schopenhauer. Auch Wagners und Nietzsches Werke sowie deren Wirkung werden beleuchtet.
International führende Wissenschaftler gehen dem geistigen Austausch zwischen Wagner und Nietzsche nach.
Rowohlt Verlag, 17,95 Euro

Alexander Schmidt: „Braune Brüder im Geiste? Volk und Rasse bei Wagner und Hitler – ein kritischer Schrift-Vergleich“

Lässt sich eine direkte Linie von der Deutschtümelei und dem Antisemitismus Richard Wagners zum Nationalsozialismus und Judenhass Adolf Hitlers ziehen? Alexander Schmidt bereichert die seit Jahrzehnten intensiv geführte Debatte hierzu in diesem Band mit einem direkten Vergleich von Texten Hitlers und Wagners.
Daraus destilliert Schmidt was beide jeweils unter Schlüsselbegriffen wie dem „deutschen Wesen“ und dem Judentum verstanden. Bei allen Unterschieden, die zwischen Wagner und Hitler bestehen, stellt der Verfasser auch unleugbare Gemeinsamkeiten fest.
Tectum Verlag, 24,90 Euro

Jan Ingo Grüner: „Die Rezeption Richard Wagners in der Bundesrepublik Deutschland: Rettung eines schwierigen Erbes“

Neben Richard Wagners künstlerischen Schaffen sind es vor allem die politischen Einschläge seiner Biographie, die immer wieder für Diskussionen sorgten und sorgen. Gerade angesichts der herausgehobenen Stellung, die Richard Wagner und sein Werk im  „Dritten Reich“ einnahmen, stellt sich die Frage, wie dieses kulturelle Erbe nach dem  Zusammenbruch von 1945 rezipiert und weitergeführt wurde.
Jan Ingo Grüner untersucht in seiner Arbeit den Umgang mit Richard Wagners Werk in der Bundesrepublik Deutschland. Hierbei richtet sich der Blick zum einen auf einzelne herausgehobene Inszenierungen der Bayreuther Festspiele, zum anderen auf die Diskussionen, die um die politische Dimension Richard Wagners und seines Werks entbrannten. Es wird gezeigt, wie durch szenische Neuausrichtung und allmähliche kritische Aufarbeitung ein schwieriges Erbe für eine demokratische Gesellschaft gerettet wurde.
Vdm Verlag Dr.Müller, 49,00 Euro

Jan Buhr: „Der Ring des Nibelungen“

Mit Hilfe einer strukturalen Semantik untersucht Jan Buhr Richard Wagners opus summum „Der Ring des Nibelungen“. Dabei versucht der Autor, eine Brücke zwischen seinem musiksemantischen Modell und Wagners Musikästhetik zu schlagen und Bedeutungsstrukturen in Wagners „Der Ring des Nibelungen“ freizulegen und sie in ihrer Funktionsweise zu erläutern.
Verlag Königshausen & Neumann, 39,80 Euro

Holger Noltze: „Wagner für die Westentasche“

Keine Angst vor Richard Wagner! Denn Holger Noltze schafft es, das denkbar kürzeste Wagner-Buch zu schreiben und trotzdem umfassend und verständlich zu Leben und Werk des Bayreuther Meisters zu informieren.
Leitmotiv und Zukunftsmusik, Neu-Bayreuth und Schlingensief, Wagners Frauen und König Ludwig: der perfekte Einstieg in die Wagner-Welt. In gebotener Kürze werden auch alle Werke von „Leubald“ bis „Parsifal“ vorgestellt. Von Wagners großen Feinden und seinen Fluchtversuchen erzählt Holger Noltze ebenso wie von Wagners zu Hause in Wahnfried, vom „mystischen Abgrund“ im Festspielhaus und den politischen Abgründen (Hitler und Bayreuth). „Wagner für die Westentasche“ – ein ganzes Wagner-Theater im Taschenformat und damit Wagner zum Mitreden.
Piper Verlag, 9,90 Euro

Dieter Borchmeyer: „Cosima, Wagner und Nietzsche“

An Pfingsten 1869 besucht Nietzsche Richard Wagner und Cosima von Bülow in deren Haus in Tribschen bei Luzern. Dies ist der Beginn einer innigen Freundschaft – und eine der kulturhistorisch bedeutsamsten Dreierkonstellationen. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich fast eine Vater-Sohn-Beziehung, bis es 1878 zum Bruch kommt. Die Entzweiung mit Nietzsche ist eine tiefe Enttäuschung in Wagners Leben gewesen. Und auch Nietzsche, der die Tribschener Jahre immer wieder als die glücklichste Zeit seines Lebens bezeichnet hat, hat die Trennung von Wagner und Cosima nie wirklich verwunden. Dieter Borchmeyer entwirft ein lebendiges Porträt dieser epochalen Begegnung.
Insel Verlag, 7,50 Euro

Herbert Rosendorfer: „Richard Wagner für Fortgeschrittene“. Verlag Langen Müller, München 2008. 288 Seiten, gebunden. 14,90 Euro

Einen Band „Wagner für Fortgeschrittene“ schiebt Herbert Rosendorfer nach – 29 Jahre nach seinem Büchlein „Bayreuth für Anfänger“. Umfang und Gewicht müssen für Wagner-Profis natürlich gesteigert werden. Tatsächlich hat sich der Hobby-Wagnerianer, Jurist und Honorarprofessor für Literaturgeschichte leidenschaftlich in Wagners Werk eingearbeitet. Und dies, wie leider oft in der Wagnerliteratur, mehr lesender- als hörenderweise. Ausführlich geht er auf Wagners literarische Vorlagen ein, geißelt Stabreim wie inhaltliche Ungereimtheiten der Dichtung, streift die Einflüsse der wenig geliebten Philosophen („weltfremde Spintisierer“) und verknüpft Wagners Leben und Werk auf meist angenehm lesbarer Weise. Auch genaue Inhaltsangaben, für „Fortgeschrittene“ eigentlich überflüssig, macht Rosendorfer – die Lust am flotten Nacherzählen war wohl zu stark. Das ist alles ganz witzig.

Ärgerlich aber ist ein Essay, in dem sich der Autor in einem bunten Themencocktail unter anderem in flockigen Worten mit dem (bekannten) Problem von Wagners Antisemitismus beschäftigt. Stil und Gedanke passen hier nicht zusammen. Geradezu unsachlich ist Rosendorfer in seinen Ausfällen gegen Christoph Schlingensief („Herr Schlappenseich“) und Katharina Wagner. Die weitgehend unbegründete Abneigung gegen die beiden ist nicht gerade ein Fundament auf welchem sich „fortgeschrittene“ Autorität erhebt.
Benjamin Herzog

„Das Kunstwerk der Zukunft. Richard Wagner in Zürich (1849-1858)“.

Richard Wagners Aufenthalt in Zürich währte fast zehn Jahre und diese gehörten nicht nur zu den stetigsten in seinem rastlosen Leben, sondern auch zu den produktivsten.
Die zentrale Bedeutung dieser Jahre ist zwar bekannt, doch ist die herausragende Rolle Zürichs für das Schaffen Wagners erst in jüngster Zeit gewürdigt worden. An der Limmat entstanden nicht nur die kunsttheoretischen „Zürcher Schriften“, sondern auch die „Ring“-Dichtung und ersten Wagner-Festspiele. Zudem hat Wagner seine „Ring“-Dichtung öffentlich gelesen und den ersten Akt der „Walküre“ uraufgeführt.
Im Katalog, der zur Züricher Ausstellung erscheint, finden sich Beiträge renommierter Spezialisten, in denen die Beziehung zwischen Zürich und Wagner kulturhistorisch ergründet wird.
Hrsg. Von Laurenz Lütteken, Eva Martina Hanke. Neue Züricher Zeitung, 26.00 Euro
Die Porträt-Zusammenstellung neuer Wagner-Literatur stammt von Oktavia Depta
[zur nächsten Buch-Rezension]



Münchner Philharmoniker


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