Oper Lyon ist Opernhaus des Jahres

Die Opéra national de Lyon wurde von der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift für Musiktheater „Opernwelt“ zum Opernhaus des Jahres gekürt. Der Preis wird von einer internationalen Jury aus 50 Kritikern vergeben. Die diesjährigen Sieger wurden am Freitag, 29. September, bekannt gegeben.

„Gewürdigt wird ein Haus, das unter der Leitung des Intendanten Serge Dorny international Aufsehen erregt – mit einer klugen, experimentierfreudigen Programmpolitik, durch konstant hohe künstlerische Qualität, sowie einer Kommunikationskultur, die tief in die Stadt und Region ausstrahlt und nicht zuletzt die jungen Generationen erreicht, was die Opéra de Lyon zu einer der kreativsten und jüngsten Opernbühnen Europas macht.“ (Opernwelt 29.09.2017)

Zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 1993 wurde der Preis an ein französisches Opernhaus verliehen. In den letzten Jahren wurde die Auszeichnung unter anderem an die Oper Stuttgart (2016), die Oper Frankfurt (2015), die Bayerische Staatsoper München (2014), die Komische Oper Berlin (2013), als auch an das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel (2011) vergeben.

Die Opéra national de Lyon ist auf der Siegerliste 2017 der „Opernwelt“ noch mit drei weiteren Preisen vertreten: Hartmut Haenchen wird zum „Besten Dirigenten des Jahres“ für Elektra und Tristan und Isolde im Rahmen des „Festival Mémoire“ der Opéra de Lyon (März–April 2017) sowie für Parsival bei den Bayreuther Festspielen und für Così fan tutte am Grand Théâtre de Genève ausgezeichnet. Romeo Castellucci erhält den Preis als „Bester Bühnenbildner des Jahres“ für seine starke und radikale Vision von Johanna auf dem Scheiterhaufen (Jeanne d’Arc au bûcher) von Honegger und Claudel an der Opéra de Lyon (Januar 2017) und seine Inszenierung von Tannhäuser an der Bayerischen Staatsoper München. Die von Diana Damrau mit dem Orchester und den Chören der Opéra de Lyon unter der Leitung von Emmanuel Villaume aufgenommene CD Gran Opera mit Opernarien von Meyerbeer wurde zur „Besten CD des Jahres“ gewählt.

Die Opéra national de Lyon wurde bereits im Mai dieses Jahres von der angelsächsischen Presse und der Fachzeitschrift „Opera“ zum „Besten Opernhaus des Jahres 2017″ gekürt.

Bereits zum zehnten Mal wurde der Staatsopernchor Stuttgart zum „Opernchor des Jahres“ gewählt.
Tenor Matthias Klink aus dem Solisten-Ensemble der Oper Stuttgart wurde für sein Rollenportrait des Gustav von Aschenbach in Benjamin Brittens Der Tod in Venedig mit dem Prädikat „Sänger des Jahres“ ausgezeichnet. Demis Volpi, Regisseur und Choreograf dieser Koproduktion der Oper Stuttgart und des Stuttgarter Balletts, wurde zum „Nachwuchskünstler des Jahres“ gewählt.
Anja Harteros wurde zur Sängerin des Jahres gekürt, «Infinite now» von Chaya Czernowin zur Uraufführung des Jahres, Bergs «Lulu» in der Regie von Christoph Marthaler in Hamburg zur Aufführung des Jahres, das Bayerische Staatsorchester unter Kirill Petrenko zu zum Orchester des Jahres. Regisseur des Jahres wurde Dmitri Tcherniakov vor allem für seine „Carmen“ in Aix-en-Provence.

29-9-2017

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