Netrebko sagt wegen Neuenfels Opernpremiere in München ab

Anna Netrebko hat ihre Teilnahme an der Münchner Neuinszenierung von Giacomo Puccinis Oper "Manon Lescaut" abgesagt, weil sie mit dem Regiekonzept des Regisseurs Hans Neuenfels nicht einverstanden ist. Das meldet die Bayerische Staatsoper. An ihrer Stelle wird Kristīne Opolais die Titelpartie in den Vorstellungen am 15., 19., 24., 27., 30. November sowie 4. und 7. Dezember übernehmen.
Intendant Nikolaus Bachler bedauert die Absage von Anna Netrebko sehr: „Es ist Anna Netrebko dennoch zu danken, dass sie sich frühzeitig entschieden hat, die Premiere wegen unterschiedlichen Auffassungen des Werks zurückzugeben. Die Bayerische Staatsoper ist jedoch dafür bekannt, erstklassige musikalische Qualität mit spannenden, mutigen Regieansätzen zu verbinden. Dass in Einzelfällen künstlerische Konstellationen nicht funktionieren, kommt in unserem Metier vor. Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit Kristīne Opolais und auf weitere Engagements von Anna Netrebko in den kommenden Spielzeiten.“
Kristīne Opolais wurde in Lettland geboren und studierte Gesang u.a. an der dortigen Musikakademie. Von 2003 bis 2007 war sie Ensemblemitglied an der Lettischen Nationaloper in Riga. 2006 debütierte sie als Tosca an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Weitere Engagements führten sie etwa als Magda (La Rondine) an die Metropolitan Opera New York, als Pauline (Der Spieler) an die Mailänder Scala, als Mimì (La bohème) an die Wiener Staatsoper und als Cio-Cio-San (Madama Butterfly) an das Royal Opera House Covent Garden in London. Ihr Opernrepertoire umfasst zudem Partien wie Donna Elvira (Don Giovanni) und Amelia (Simon Boccanegra) sowie die Titelpartien in Aida, Jenůfa und Manon Lescaut. Partien an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2014/15: Vitellia (La clemenza di Tito), Manon Lescaut, Cio-Cio-San, Tatjana (Eugen Onegin).
    
            

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