Mostly Haydn

Im Mittelpunkt der Innsbrucker Festwochen 2009 (vom 7. Juli – 30. August) stehen zwei Opern von Joseph Haydn, der zu den wichtigsten Jubilaren des kommenden Jahres gehört. „Orlando paladino“ über Motive des Romans „Orlando furioso“ von Ludovico Ariosto ist ein letzter (wenn auch schon von Bass und Tenor gesungener) Reflex auf die Federhelm-Ritterherrlichkeit der hohen Barockoper – aufgehellt und im Sinne der Wiener Klassik rasant gestaltet durch das komische Personal der modernen Opera buffa, das sich den Hohen Figuren munter zur Seite gesellt. René Jacobs ist wie immer am Pult, Nigel Lowery und Amir Hosseinpour führen Regie in dieser turbulenten Ritterparodie.
Als zweite Oper steht „L’Isola disabitata“ von1779 auf dem Programm. Costanza, eine von ihrem Mann Gernando für die Suche nach Rettung auf einer Insel zurückgelassene Frau, zieht ihre Schwester im festen Glauben auf, alle Männer seien herzlose Ungeheuer, vor denen man sich nicht genug hüten könne. Als Gernando schließlich gemeinsam mit seinem Freund Enrico auf der Insel landet, um die Frauen zu befreien, steht Silvia im Zwiespalt zwischen ihrem Männerbild und ihrer Zuneigung zu dem für sie unbekannte Wesen. Der italienische Barockspezialist Alessandro De Marchi hat die musikalische Leitung, und Regisseur Christoph von Bernuth leitet die Figuren durch das Labyrinth widerstreitender Emotionen.
Zahlreiche Konzerte, sowie Workshops ergänzen traditionell das Festwochenprogramm. Der Vorverkauf startet am 8. November 2008.
Karten gibt es im Internet unter 0 Kommentare/von

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