Klang wie ein Mantel – Bayerns Kunstminister ist beeindruckt von der Maison Symphonique de Montréal

Das Büro ARUP für Raumakustik soll auch die Akustik des neuen Konzerthauses in München gestalten

(April, 2019) Bayerns Kunstminister Bernd Sibler zeigte sich bei dem Besuch einer Orchesterprobe im Rahmen seiner Delegationsreise beeindruckt von Architektur und Klang der Maison Symphonique de Montréal, dem Konzerthaus der kanadischen Millionenstadt. Verantwortlich für die Saalakustik ist das Büro ARUP, das den Auftrag für die Planung der Raumakustik für die drei Säle des neuen Konzerthauses München erhalten soll. Nach einem Einblick in das Repertoire des Orchestre Symphonique de Montréal (OSM) sprach Sibler von einem „überwältigenden Hörerlebnis“. „Ich bin wirklich begeistert, wie Architektur und Akustik hier eine Symbiose eingehen! Der Klang der Musik zieht einen sofort in seinen Bann und legt sich wie ein warmer Mantel um einen“, beschrieb Sibler seinen Eindruck. Er freue sich, dass sich für das Münchner Konzerthaus ebenfalls diese hervorragenden Rahmenbedingungen abzeichneten: „Nach dem heutigen Besuch bin ich davon überzeugt, dass das renommierte Akustikbüro ARUP mit seiner großen Erfahrung auch im neuen Konzerthaus München unverwechselbare Klangräume erschaffen wird, die die Menschen berühren und begeistern können.“

Weitere Themen waren bei einem Austausch mit der Generaldirektorin des Orchesters Madeleine Careau u.a. die Erfahrungen mit dem Raumprogramm des Konzerthauses und die Strategien bei der Kulturvermittlung und der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Im Anschluss sprach Sibler von einem fruchtbringenden Austausch, der in den kommenden Jahren vertieft werden soll.

Der 2011 eingeweihte Konzertsaal für klassische Musik befindet sich im Komplex Place des Arts, dem größten kulturellen und künstlerischen Areal Kanadas in der Innenstadt von Montréal. Der Saal dient als Veranstaltungsort für das Orchestre Symphonique de Montréal (OSM) sowie für weitere klassische Ensembles. Über mehrere Etagen rund um die Bühne verteilt finden insgesamt rund 2.100 Besucherinnen und Besucher Platz, die Bühne kann bis zu 120 Musiker sowie einen Chor mit 200 Sängern aufnehmen.

Die relativ schmale, hohe und langgestreckte Geometrie des Auditoriums, die dem Prinzip der sogenannten Schuhschachtel folgt, sowie ein aufeinander abgestimmtes Design von Wänden, Säulen und Balkonfassaden sollen, so die Betreiber, eine enge Beziehung zwischen den Künstlern und dem Publikum gewährleisten und in puncto Sichtbarkeit und Akustik auf jedem Sitzplatz ein herausragendes Erlebnis bieten.

 


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