Joseph Bastian erhält Eugen Jochum Preis 2019

Am Samstag, 6. Juli 2019, wurde im Münchner Max-Joseph-Saal der Eugen Jochum Preis 2019 an den jungen französischen Dirigenten Joseph Bastian im Rahmen des 6. Kammerkonzertes des Bayerischen Rundfunks  verliehen. Joseph Bastian (*1981) erhielt den Preis in Anerkennung seiner künstlerischen Laufbahn, die zunächst als Posaunist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks begann. Inzwischen steht er am Pult vieler namhafter Orchester. Zudem wird sein Interesse für die historische Aufführungspraxis gewürdigt.

In Erinnerung an ihren Vater, den Dirigenten Eugen Jochum, der der erste Chefdirigent des nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten Symphonieorchesters des BR war, vergeben die Töchter Veronica Jochum von Moltke und Romana Jochum in unregelmäßigen Abständen den Eugen-Jochum-Preis an junge Dirigenten, deren Arbeit im weitesten Sinne mit den musikalischen Schwerpunkten Eugen Jochums in Bezug stehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Christoph Altstaedt (2012), Peter Dijkstra (2014), Andreas Pascal Heinzmann (2015) und zuletzt Thomas Jung (2017).

Joseph Bastian spielte Cello und Posaune, war Bassposaunist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters. Auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis war er ebenfalls sehr aktiv und spezialisierte sich auf zwei fast vergessene Instrumente, die Ophikleide und den Serpent, die er u.a. bei den Berliner Philharmonikern und der Akademie für Alte Musik Berlin spielte. Im Frühjahr 2020 wird er, nach einer Einladung von Fabio Luisi, Haydns „Il Mondo della Luna“ mit dem Opernstudio am Opernhaus Zürich und dem Musikkollegium Winterthur leiten.

Joseph Bastian feierte „Einen sensationellen Einstand“ (Abendzeitung, München), als er 2016 beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mitten in einer Konzertwoche einsprang. Kurze Zeit darauf gewann er den Neeme Järvi Preis des Gstaad Menuhin Festivals und wurde eingeladen, das Gstaad Festival Orchestra auf Tournee mit den Pianistinnen Khatia und Gvantsa Buniatishvili zu dirigieren.
Bastian dirigierte bereits die Bamberger Symphoniker, das HR-Sinfonieorchester, das SWR Symphonieorchester, die Düsseldorfer Symphoniker, das Berner und Basler Symphonieorchester, die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, sowie viele andere deutsche und internationale Orchester. Von 2011 bis 2018 war er musikalischer Leiter des Abaco-Orchesters der Universität München, mit dem er im Oktober 2017 sein Debüt im goldenen Saal des Wiener Musikvereins dirigierte. Im Herbst 2018 gab er sein Japan-Debüt beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra und kehrte ans Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zurück. Eine enge Zusammenarbeit als Assistent verbindet ihn mit Mariss Jansons, Daniel Harding und Vladimir Jurowski.

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