Andreas Homoki verlängert an der Komischen Oper bis 2014

Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin hat Andreas Homoki in seinem Amt als Chefregisseur und Intendant der Komischen Oper Berlin bestätigt und seinen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit 2013/14 verlängert. Klaus Wowereit und Andreas Homoki haben den Vertrag am Freitag, 9. November 2007 in der Komischen Oper Berlin unterzeichnet. Andreas Homoki sagte: „Ich freue mich über die vielfältige Bestätigung unserer Arbeit, die uns nicht nur in den letzten Monaten zuteil geworden ist. Neben der jetzigen Vertragsverlängerung meine ich natürlich die Auszeichnung als „Opernhaus des Jahres“ – 60 Jahre nach Gründung des Hauses. Beides ist fürdie Komische Oper Berlin Bestätigung und Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und mit ihrer Arbeit zu zeigen, dass Oper eine lebendige und zeitgemäße Kunstform ist. Der an der Behrenstraße geprägte Begriff des „realistischen Musiktheaters“, ist für uns der zentrale Gedanke der Auseinandersetzung mit der Kunstform. Allerdings in einer möglichst vielfältigen Beleuchtung durch unterschiedliche Regiehandschriften. Die Vielfalt und Spannbreite der an der Komischen Oper Berlin arbeitenden Regisseure wird mit ihrem Facettenreichtum auch in den kommenden Jahren bestimmend für die Ästhetik der Komischen Oper sein. Natürlich nicht ohne den Kreis der Regisseure um junge Talente und weitere interessante Handschriften zu vergrößern. Carl St. Clair wird als neuer Generalmusikdirektor ab der nächsten Spielzeit das Haus entscheidend mitprägen. Er stellt sich in der Jubiläumsspielzeit mit einem Sinfoniekonzert und den Konzerten zum Neuen Jahr vor. Weiterhin wird der Ensemblegedanke eine der tragenden Säulen des Theaterverständnisses der Komischen Oper Berlin sein; denn mit den Protagonisten des internationalen Opern-Jet-Sets ist eine so intensive Probenarbeit, wie sie die Regisseure in der „Werkstatt Behrenstraße“ (Zeitschrift Opernwelt) vorfinden, nicht möglich – das gilt für die Wiederaufnahmen ebenso wie für die Premieren.“
Seit der Spielzeit 2002/03 ist Andreas Homoki als Nachfolger von Harry Kupfer Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin. Mit der Spielzeit 2003/04 übernahm Andreas Homoki das Amt des kommissarischen Intendanten der Komischen Oper Berlin und ist seit der Spielzeit 2004/05 Intendant des Hauses an der Behrenstraße. Der aus einer Musikerfamilie stammende Andreas Homoki studierte an der Hochschule der Künste in Berlin. Schon während seines Studiums hospitierte er bei Harry Kupfer an der Komischen Oper Berlin und assistierte ihm später bei verschiedenen Gastinszenierungen, unter anderem bei den Salzburger Festspielen. Das erste feste Engagement führte Andreas Homoki 1987 an die Kölner Oper, wo er bis 1993 als Regieassistent und Abendspielleiter tätig war. In den Jahren 1988 bis 1992 war er außerdem Lehrbeauftragter für szenischen Unterricht an der Opernschule der Musikhochschule Köln. Hier folgten erste eigene Inszenierungen. 1992 führte ihn sein erstes Gastspiel nach Genf, wo seine Deutung der Frau ohne Schatten internationale Beachtung fand. Die Inszenierung, die später auch am Pariser Théâtre du Châtelet gezeigt wurde, erhielt 1994 den französischen Kritikerpreis des Jahres. Von 1993 bis 2002 war Andreas Homoki ausschließlich als Opernregisseur tätig. In seiner Werkliste finden sich u. a. Die Frau ohne Schatten, Orfeo (Barcelona), Das Schloss von Aribert Reimann und Aida (Hannover), Der Wildschütz, Der Freischütz, Die Zauberflöte (Köln), Rigoletto (Hamburg), Idomeneo, Arabella und Manon Lescaut (München, Staatsoper), La Traviata, Macbeth (Leipzig), Elektra, Der Rosenkavalier und Verdis Requiem (Basel), Hänsel und Gretel (Deutsche Oper Berlin), Orfeo et Euridice (Genf und Lyon) und Carmen, Capriccio, Lulu (Amsterdam).

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