Christian Thielemann stellte in München die kommende Saison der Münchner Philharmoniker vor - Schwerpunkte bleiben Strauss und Bruckner
(München, 13. März 2009) Mit den neuen Meriten, die sich die Münchner Philharmoniker in jüngster Zeit als Opernorchester verdient haben und einem neuen Logo-Design geht das Orchester mit seinem GMD Christian Thielemann selbstbewusst und voller Elan in die neue Spielzeit. Bei der Vorstellung des neuen Saisonprogramms 2009/10 äußerte sich Thielemann denn auch sehr zufrieden und stolz über das bislang Erreichte. Er hob noch einmal hervor, wie besonders es sei, mit einem Konzertorchester Oper zu erarbeiten und wie intensiv und lohnend.
Der wahrhaft phänomenale "Rosenkavalier", den beide szenisch in Baden-Baden sowie konzertant in München und Paris präsentierten, war so etwas wie die Feuertaufe des Orchesters und es bestand sie mit Bravour. Am 30. Mai wird die Aufzeichnung der Baden-Badener Aufführung in 3-Sat ausgestrahlt, im Herbst erscheint die Produktion (Regie: Herbert Wernicke) auf DVD.
Auch der über mehrere Spielzeiten verteilte Zyklus mit den Symphonien Anton Bruckners wird auf DVD gepresst werden und vermutlich 2013 als Kassette veröffentlicht.
Die Opernarbeit wird denn auch in der kommenden Saison fortgesetzt: Am 7. Februar 2010 steht "Elektra" von Richard Strauss auf dem Programm, zuvor szenisch wiederum in Baden-Baden. Weiters wird Thielemann Bruckners Neunte in der kommenden Saison dirigieren (Oktober), einen Abend mit Auszügen aus Beethovens "Fidelio", ein Sylvesterkonzert mit Wagner und Mendelssohn, ein Konzert u.a. mit Schumanns Violinkonzert mit Gidon Kremer als Solist, eines mit dem ersten Klavierkonzert von Brahms mit Maurizio Pollini am Klavier. Daneben gibt es Bruckners Fünfte und ein Strauss-Programm mit der "Alpensinfonie" und dem Oboenkonzert.
Illuster ist die Liste der Gastdirigenten, dieses ersten, vom neuen Intendanten Paul Müller mit-verantworteten Programms: Christopher Hogwood wird mit Mendelssohn, Martinu und Haydn zu hören sein, Andrew Manze mit Purcell und Britten, Thomas Hengelbrock mit Haydns "Schöpfung" und zu einem anderen Termin mit Mozart, Tschaikowsky und Bartók. Markus Stenz dirigiert Ives, Adès und Dvorák, Valéry Gergiev eine Aufführung von Verdis Requiem (Januar), Christoph Eschenbach ist mit Berg und Berlioz, Adam Fischer mit Bartók, Frank Zappa und Haydn zu hören. Als weitere hochkarätige Solisten seien Frank-Peter Zimmermann, Christian Gerhaher, Ann-Kathrin Naidu, Janine Jansen, Radu Lupu, Leila Josefowicz sowie Alice Sara Ott genannt.
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