Mit der Bestellung von Jukka Pekka Saraste zum künstlerischen Leiter des Sibelius-Festivals für die nächsten drei Jahre ist die programmatische Linie festgelegt. Saraste will in dieser Zeit das Werk von Sibelius in chronologischem Zusammenhang zeigen. "Es gibt drei Perioden in Sibelius' Schaffen", sagt Saraste im Gespräch mit "KI". "Als erstes kommt die Musik als finnische Identitätsstiftung. Aber mit der Zeit wuchs in Sibelius die Befürchtung, er könne in dieser Rolle stecken bleiben. Also bemühte er sich, sich ein neues Image zu schaffen und legte seinen Schwerpunkt auf Sinfonien. Die zweite Sinfonie zeigt bereits den klaren Abschied von der finnischen National-Haltung und ist ein international ausgerichtetes Werk. In der vierten nahm er dann Kontakt zu Schönberg und der 12-Ton-Musik auf. In seiner dritten Phase zeigte sich Sibelius dann ganz universell und frei von bestimmten Vorbildern."
Das Festival 2009, mit dem das Sibelius-Festival auch seine 10. Wiederkehr feiern wird, wird sich daher mit dem Thema "Sibelius - Auf dem Weg nach Europa" beschäftigen. In der Zeit vom 10. bis 13. September wird es drei Orchester- und zwei Kammermusik-Konzerte geben. Die Sinfonien zwei bis vier werden zu hören sein, das Violinkonzert sowie mehrere Tondichtungen. Der Kartenverkauf beginnt am 5. Januar 2009.
Weitere Information unter www.sinfonialahti.fi.
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