Meldungen

Sebastian Weigle verlängert als Generalmusikdirektor in Frankfurt bis 2023

Der Leiter des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters Sebastian Weigle hat seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Weigle hat die Position seit der Saison 2008/09 inne. Der gebürtige Berliner begann seine Karriere als Hornist in der Berliner Staatsoper unter Daniel Barenboim, war dann an dem...

Kirill Petrenko dirigiert den Rosenkavalier an der Wiener Staatsoper

Kirill Petrenko kehrt nach vier Jahren an die Wiener Staatsoper zurück und dirigiert ab Donnerstag, 20. November 2014 erstmalig Richard Strauss’ "Rosenkavalier" im Haus am Ring. Unter seiner musikalischen Leitung stellt sich Alice Coote als Octavian erstmals dem Staatsopernpublikum vor....

Münchner Philharmoniker bieten Konzertübertragungen im Livestream an

Die Münchner Philharmoniker starten in ihre Video-Livestream-Saison 2014/15 mit einer Konzertübertragung am Samstag, den 22.11.2014, 19:00 Uhr  aus der Philharmonie im Gasteig in München. Auf dem Programm stehen Mozarts Symphonie Nr. 31 D-Dur „Pariser Symphonie“, Mendelssohn Bartholdys...

BR-Intendant Wilhelm fordert Beschluss für neuen Münchner Konzertsaal im Finanzgarten

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks Ulrich Wilhelm hat sich für einen neuen Münchner Konzertsaal auf dem Areal des sogenannten Finanzgartens in der Nähe des Odeonsplatzes ausgesprochen. In einem Interview mit der SZ und in einem Beitrag des BR äußerte er den Wunsch, nach den langen...

Meese darf nicht in Bayreuth inszenieren – knickt die Festspielleitung vor dem Publikum ein?

Der Aktionskünstler Jonathan Meese wird nun doch nicht 2016 den „Parsifal“ in Bayreuth inszenieren. Die Festspiele haben den Künstler ausgeladen, angeblich weil sein Bühnenkonzept zu teuer sei, heißt es. Die Absage reiht sich nahtlos ein in eine ganze Liste spektakulärer Umbesetzungen von...

Met kürzt Gagen der Stars

Die in finanzielle Schieflage geratene Metropolitan Opera in New York hat nach den Gehältern ihrer Mitarbeiter nun auch die Gagen der Star-Sänger gekürzt. Das berichtet die New York Times. Betroffen davon seine  die Gagen von Stars wie Anna Netrebko, Renee Fleming oder Placido Domingo, die an...

Neuenfels kritisiert Netrebkos Frauenbild

In einem Interview mit dem "Spiegel" hat sich der Regisseur Hans Neuenfels zu den Hintergründen für den Rückzug von Anna Netrebko aus der laufenden Probenarbeit für die Neuinszenierung der Oper "Manon Lescaut" von Giacomo Puccini an der Bayerischen Staatsoper geäußert. Es habe...

Cellist erwürgt Pianistin

Ein Ehestreit ist offenbar die Ursache für den Mord an der Pianistin des Bonner Beethoven Orchesters Kate de Marcken. Die 50-jährige Frau war zunächst von ihrem Ehemann, der ebenfalls als Musiker (Cello) in dem Orchester tätig ist, vermisst gemeldet worden. Nach eingehenden Vernehmungen gestand er...

Programm der Salzburger Festspiele 2015

Herrschen und Dienen, Macht und Ohnmacht, Unterdrückung und Aufbegehren - das sind die Themenpaare im Programm der kommenden Salzburger Festspiele. Heute haben Helga Rabl-Stadler, Sven-Eric Bechtolf sowie Florian Wiegand für den Bereich Konzert die Details des Sommers 2015 bekanntgegeben.

Finalisten für den Deutschen Dirigentenpreis 2015 stehen fest

Ciarán McAuley (Resident Conductor des Malaysian Philharmonic Orchestra und Principal Conductor des Malaysian Philharmonic Youth Orchestra), Leo McFall (1. Kapellmeister am Theater Meiningen und Assistenzdirigent beim Gustav Mahler Jugendorchester) und Justus Thorau (1. Kapellmeister am Theater...

Verein für neuen Konzertsaal in München hält Gasteig-Pläne für einen Irrweg

In einem offenen Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer hat der Vorsitzende des Vereins Konzertsaal München e.V, Manfred Wutzlhofer, Kritik an einer möglichen Gasteig-Lösung (siehe Meldung auf KlassikInfo) geäußert. Der Bau eines bzw. zweier neuer Konzertsäle im Gasteig-Areal...

Netrebko sagt wegen Neuenfels Opernpremiere in München ab

Anna Netrebko hat ihre Teilnahme an der Münchner Neuinszenierung von Giacomo Puccinis Oper "Manon Lescaut" abgesagt, weil sie mit dem Regiekonzept des Regisseurs Hans Neuenfels nicht einverstanden ist. Das meldet die Bayerische Staatsoper. An ihrer Stelle wird Kristīne Opolais die...

Appell des Deutschen Musikrats an Kanzlerin Merkel: Kulturelle Vielfalt und Gemeinwohl dürfen nicht in Handelsabkommen verhandelt werden

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates hat im Berliner Abgeordnetenhaus einstimmig die Resolution „Veränderung braucht den Dialog. Aufruf für den Schutz und die Förderung der Kulturellen Vielfalt in Deutschland“ verabschiedet. Diese enthält einen 10-Punkte-Forderungskatalog an...

(K)Ein Schildbürgerstreich: München soll nicht einen, sondern zwei neue Konzertsäle bekommen

Diese Meldung in der Münchner Lokalpresse setzt einer über zehnjährigen Debatte um einen möglichen neuen Konzertsaal für München mit endlosen Reden und Gegenreden von unterschiedlichster Seite nun doch die Krone auf: München soll nicht einen, sondern möglicherweise zwei neue Konzertsäle bekommen....

Peter Ruzicka wird Geschäftsführer der Salzburger Osterfestspiele

Der Komponist, Dirigent und ehemalige Intendant der Salzburger Festspiele Peter Ruzicka wurde zum neuen Ge­schäftsführer der Osterfestspiele Salzburg ab 1. Juli 2015 ernannt. Ruzicka konnte sich nach einer internationalen Ausschreibung in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegenüber weiteren...

Echo-Klassik-Preisträger 2014 veröffentlichen Appell für Frieden und Toleranz

19 Preisträger des diesjährigen Echo-Klassik-Preises haben einen Appell an ihr Publikum gerichtet, in dem sie dafür werben, sich für Frieden und Toleranz in der Welt stark zu machen und die Werte des humanistischen Erbes und der Musik zu verteidigen. Die Unterzeichner des Aufrufs: Anna...

Verschleierte Frau mußte Pariser Oper verlassen

Weil sie einen Ganzkörperschleier trug, mußte eine Besucherin einer Aufführung der "Traviata" an der Pariser Bastille-Oper das Haus während der Vorstellung verlassen. Choristen hatten sich geweigert weiterzusingen, solange die Frau ihren Schleier anbehält. Die Frau wurde vor die Wahl...

Barrie Kosky verlängert an der Komischen Oper

Barrie Kosky bleibt bis einschließlich der Spielzeit 2021/22 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin. Der Australier, der das Opernhaus an der Behrenstraße seit 2012 leitet, verlängert den bis 2017 laufenden Vertrag um weitere fünf Jahre. Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin...

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Eine Musiklegende geht in Ruhestand

Alban Berg Quartett Foto: EMI

Das Wiener Alban Berg Quartett löst sich nach 37 Jahren auf

(Wien, Mai 2007) Das Alban Berg Quartett, seit 37 Jahren Garant für höchste künstlerische Qualität, wird in der kommenden Saison sein letztes Konzert geben. Dabei hatte das wohl renommierteste Kammermusik-Ensemble der Gegenwart nach dem Tod seines langjährigen Bratschisten Thomas Kakuska vor zwei Jahren mit Isabel Charisius gerade erst eine hervorragende junge Musikerin als Nachfolgerin gewinnen können.

"Wer sich aufs Quartettspiel einlässt, verschreibt sich seinen Kollegen mit Haut und Haar", sagt Valentin Erben. Seit der Gründung 1971 spielt er Cello im Alban Berg Quartett. Im nächsten Jahr, nach dann 37 Jahren Quartettzugehörigkeit, will Erben noch einmal zu neuen Ufern aufbrechen. Für Günther Pichler, den Primarius und Mitgründer des Alban Berg Quartetts, war das zunächst schwer zu verstehen: "Mich hat diese Entscheidung sehr überrascht - überwältigt, kann man sagen. Ich wusste von diesem Entschluss Wochen vor den anderen Mitgliedern des Quartetts und habe auch meinen Kollegen Erben gebeten, noch einmal darüber nachzudenken. Doch es blieb dabei. Aber wir waren dann alle der Meinung: Wenn es so ist, dann akzeptieren das - ohne Groll und ohne Ressentiments."

Aufhören wollte das Alban Berg Quartett schon vor zwei Jahren, als der langjährige Bratschist Thomas Kakuska verstarb. Ein Verlust, der es den anderen Quartettmitgliedern zunächst sehr schwer gemacht hatte. Denn ein Streichquartett ist eben nicht nur eine musikalische Zweckgemeinschaft, sondern auch ein kompliziertes soziales Beziehungsgeflecht, in dem es menschelt wie in einer langjährigen Ehe. Wenn da plötzlich einer fehlt, ist das, als würde ein sorgfältig austariertes Mobile plötzlich aus dem Gleichgewicht gebracht. Günther Pichler: "Thomas Kakuska war ja ein sehr farbiger Mensch, völlig anders, als er nach außen gewirkt hat. Aber er hat im Quartett eine gewisse Autorität gehabt, gerade weil er nur selten davon Gebrauch gemacht hat. Und dann seine Sprüche! Das war wunderbar, etwa wenn die Diskussionen zu lang wurden. Dann hieß es: Weißt wos, halt die Goschn und spiel im Takt. Da war dann nichts mehr zu entgegnen. Da war Ende der Diskussion. Naja, das kann ein anderer so nicht sagen."


Es war Kakuska selbst, der vor seinem Tod seine Kollegen ausdrücklich darum gebeten hatte, auch ohne ihn weiterzumachen. Und so suchte das Alban Berg Quartett - und fand die Bratschistin Isabel Charisius. Mit vollem Elan stürzte sie sich in die gemeinsame Arbeit. Doch die Phase der Eroberungen und Entdeckungen lag für die älteren Kollegen bereits viele Jahre zurück, wie Günther Pichler erzählt: "Wir haben unheimliches Glück gehabt, dass wir Isabel Charisius gefunden haben - und sicher war es auch für sie eine tolle Sache, in so kurzer Zeit eine Entwicklung mitzubekommen, die sozusagen das Ergebnis von jahrzehntelanger Arbeit ist. Aber ein junges Mitglied, das neu dazukommt, möchte andererseits doch auch alles völlig neu ausprobieren. Das ist aber nicht drin. Denn das Repertoire ist da, wir haben nicht mehr die Zeit - und die Energie, die wir damals aufgewendet haben, um neue Werke zu studieren."


Schon mit 18 Jahren war Günther Pichler unter Wolfgang Sawallisch Konzertmeister der Wiener Symphoniker geworden, mit Mitte 20 wurde er unter Karajan Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Als Primarius des Alban Berg Quartetts hat er die Kunst des Streichquartetts technisch auf einen neuen Stand geführt. Und da das Alban Berg Quartett in seiner unverwechselbaren Verbindung aus geistiger Durchdringung und Wienerischer Sinnlichkeit auch musikalisch auf allerhöchstem Niveau agierte, sind die meisten seiner zahlreichen Aufnahmen bis heute schlicht unübertroffen. Zeit also, sich endlich zurücklehnen? "Ich bin dann 50 Jahre im Beruf, bin 68, und wenn ich bedenke, dass ein Jahrhundertstern wie Jascha Heifetz, der ich ja nicht bin, mit 70 sein letztes Konzert gegeben hat, dann denk' ich mir, dass das vielleicht gar keine schlechte Zeit zum Aufhören ist. Trotzdem sehen wir bei jedem Konzert dieser Situation mit Wehmut entgegen. Mein Gott: Noch einmal München! Und um nicht zu sentimental zu werden, was uns als Wahlwienern ja nahe läge, haben wir unsere Abschiedskonzerte nach Buenos Aires verlegt, ins Teatro Colón, das wir sehr lieben,  um uns dort zu verabschieden - endgültig."
Bernhard Neuhoff