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Tenor Endrik Wottrich an Herzversagen gestorben


Endrik Wottrich ist tot. Der Tenor ist am Mittwoch, 26. April, im Alter von 52 Jahren einem Herzversagen erlegen ist. Wottrich war vor allem als Wagner-Tenor bekannt und geschätzt. In London, Paris, Dresden, Wien  und bei den Bayreuther Festspielen verkörperte er unter anderem den Siegmund, den Parsifal und den Walther von Stolzing.
Der in Celle geborene Sänger hat Gesang und Violine in Würzburg und an der New Yorker Juilliard School studiert. Sein Operndebüt gab er als Cassio in Veris „Otello“  1992 am Staatstheater Wiesbaden. Danach war er an der Berliner Staatsoper engagiert und erarbeitete sich ein breites Repertoire.
1996 debütierte Endrik Wottrich bei den Bayreuther Festspielen erfolgreich als David in Wolfgang Wagners Neuinszenierung „Die Meistersinger von Nürnberg“. 2001 und 2002 dann sang er in dieser Inszenierung den Walther von Stolzing. Nachdem er in Jürgen Flimms „Ring“-Produktion von 2000 bis 2004 den Froh in „Das Rheingold“ gesungen hatte, trat er ab 2006 in Tankred Dorsts „Ring“-Gestaltung als Siegmund in „Die Walküre“ auf. Er war 2003 Erik in Claus Guths Neuinszenierung „Der fliegende Holländer“ und gab im ersten Jahr (2004) von Christoph Schlingensiefs Neudeutung des „Parsifal“ der Titelpartie markantes Profil. Zuletzt wirkte er 2009 bei den Bayreuther Festspielen als Siegmund mit. Gastengagements führten Endrik Wottrich u.a. an die Mailänder Scala, die Bayerische Staatsoper, die Semperoper Dresden sowie das Royal Opera House Covent Garden in Partien wie Tannhäuser, Florestan („Fidelio“), Siegmund („Die Walküre“) oder Tambourmajor in Alban Bergs „Wozzeck“. Dem Leipziger Publikum präsentierte sich Endrik Wottrich als Arindal in Richard Wagners „Die Feen“. Außerdem hätte er im Sommer die Partie des Herodes in der Neuinszenierung von Richard Strauss‘ „Salome“ sowie die Partie des Alwa in der Neuinszenierung von Alban Bergs „Lulu“ in der Spielzeit 2017/18 übernehmen sollen.

28-4-2017