Peter Konwitschny löst seinen Vertrag mit der Oper Leipzig auf

Der Chefregisseur der Oper Leipzig, Peter Konwitschny, hat überraschend zum ersten Januar 2012 um Auflösung seines Vertrags gebeten. Das hat das Opernhaus bekannt gegeben. Intendant Ulf Schirmer zeigte sich überrascht, habe aber dem Wunsch Konwitschnys entsprochen. Er dankte dem Regisseur für sein langjähriges Wirken für die Leipziger Oper und eine Vielzahl von außergewöhnlichen und aufregenden Theaterabenden. Konwitschny war seit August 2008 Chefregisseur der Oper Leipzig. Sein Vertrag wäre regulär 2014 ausgelaufen. Anfang Dezember hatte sich der 66-Jährige bereits krank gemeldet. Die Premiere seiner "Macbeth"-Inszenierung am 10. Dezember hatte ohne ihn stattgefunden.
Konwitschny ist einer der bedeutendsten deutschen Opernregisseure. Der Sohn des Dirigenten Franz Konwitschny begann als Assistent am Berliner Ensemble unter Ruth Berghaus, arbeitete dann als Hausregisseur in Halle, aber auch oft in Westdeutschland. Vor allem die Produktionen, die er Ende der 90er Jahre zusammen mit dem damaligen Hamburger GMD Ingo Metzmacher an der Hamburgischen Staatsoper herausbrachte, fanden große Beachtung. 1995 inszenierte er an der Bayerischen Staatsoper in München einen spektakulären und viel diskutierten "Parsifal", 1998 folgte "Tristan und Isolde".

 

24.12.11 12:35 Alter: 61 days