Eindrücke von den 26. Tagen Alter Musik in Regensburg
(Regensburg, 21.-24. Mai 2010) Ach, war das ein ödes Festival. Kein Jarrousky, keine Bartoli, keine Christina Pluhar. Weit und breit keine Stars zum bedingungslosen Anbeten. Was sollen wir da? Besser gar nicht erst hingehen...
Ach, war das ein herrliches Festival. Kein Jarrousky, keine Bartoli, keine Christina Pluhar. Keine besinnungslose Anbetung von Leuten, die uns von Marketing-Abteilungen als Stars angedreht werden sollen. Dafür an jedem Fleck Musiker, die brennen für das, was sie tun, und ihr Handwerk perfekt beherrschen. Die einen im Schwingen der Töne, des Rhythmus, der Harmonien Raum und Zeit vergessen lassen. Drei ganze Tage lang. Im wunderschönen Regensburg. Da musste man sein!
Die Gesamtbilanz der 26. Tage alter Musik in Regensburg fällt nicht nur für die Veranstalter prächtig aus. Alle vierzehn Konzerte ausverkauft, keine Ermüdungserscheinungen beim Publikum, war zu vernehmen. Die Zuhörer kamen ebenfalls voll auf ihre Kosten - taumelten selig aus dem einen Konzert hinaus, nur um gleich Kurs auf das nächste Glückserlebnis zu nehmen. Welches war eigentlich das Beste an dem Tag? Keine Ahnung, alle großartig. Aber das Nachtkonzert und dreiviertel Elf, das wird erst phantastisch...